Jugendfeuerwehr im Wandel – Challenges und virtuelle Übungsdienste

von Florian Parkitny

Es konnten durch die Jugendlichen und Betreuer insgesamt 83 verschiedene Feuerwehrhäuser fotografiert werden.

Vor rund 3 Monaten hat der Coronavirus (SARS-CoV-2) das bisher gewohnte Leben zum Stillstand gebracht. Seitdem sind im beruflichen, schulischen aber auch im Freizeitumfeld viele Aktivitäten nicht mehr so möglich, wie sie es vorher waren, so ist es auch bei der Jugendfeuerwehr.

Die Stöckheimer Jugendfeuerwehrwartin Jasmin Lindner und ihr Team trotzen jedoch den Einschränkungen und haben sich neue Wege überlegt, um mit den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr im Kontakt zu bleiben. Insgesamt drei Bausteine haben sich Jasmin und das Team für die Jugendfeuerwehr 2.0 überlegt.

Erster Baustein sind die bereits vorhandenen Mappen mit dem Grundwissen Feuerwehr zum Nachlesen für Zuhause. Diese sind neuerdings an eine „e-Learning-App“ gekoppelt mit Fragen rund um die Themen Knoten und Stiche, Feuerwehrdienstvorschrift 3 oder Wasserführende Armaturen. Diese App wird durch die Kameraden gepflegt und mit weiteren Themen ergänzt.

Der zweite Baustein sind 14-tägige Challenges, in denen die Mitglieder eine Aufgabe bekommen, die sie in 14 Tagen erledigen sollen. Diese Herausforderungen erstrecken sich über sportliche Aufgaben mit Bezug zur Feuerwehr oder reine Feuerwehrtätigkeiten. So mussten die Mitglieder z. B. in der Vergangenheit eine Minute „Burpees“ machen und ein Video davon Jasmin übersenden, Selfies mit sich vor Feuerwehrhäusern schicken, oder Knoten und Stiche auf Zeit machen. Der letzte und dritte Baustein im Stöckheimer Model „Jugendfeuerwehr 2.0“ sind virtuelle Übungsdienste am heimischen Computer oder Tablet, über eine Konferenzplattform der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr (NJF) treffen sich die Jugendlichen alle zwei Wochen zur gewohnten Zeit mit dem Team.

„Es war für uns alle eine Umstellung, aber das Model Jugendfeuerwehr 2.0 wird gut angenommen. So bleiben wir und vor allem die Jugendlichen untereinander im Kontakt.“ berichtet Jasmin Lindner. „Es ist schön zu sehen, mit welchem Engagement Jasmin und ihr Team die Jugendlichen auch in einer solchen Phase in der Freizeit beschäftigen. Wir sind stolz auf diesen großartigen Einsatz für den wichtigen Nachwuchs der Ortsfeuerwehr. “ ergänzt Ortsbrandmeister Eike Kuthe. Abschließend ist festzuhalten, dass das Modell Jugendfeuerwehr 2.0 mit den drei Bausteinen nicht den regulären Übungsdienst ersetzen kann aber durchaus eine gute Ergänzung auch nach den Einschränkungen bleibt.

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